Ferienlager 2019
... für Alle von 7 bis 15 Jahren 

Tagebuch Ferienlager Kulturinsel Einsiedel

Montag, den 22.07.2019

Treffen bei McDonalds!

Okay...nicht zum Essen, aber auf dem Leipziger Hauptbahnhof ist das leicht zu finden. 

Drei Minuten nach Treffenszeit waren alle Zugfahrer da und es ging auf nach Görlitz!

Zur gleichen Zeit brachen auch unsere Berliner auf, und einige andere Kinder saßen schon im Auto auf dem Weg in das verrückte Land der Holzbauer, Elfen, Feen und Hexen.

Gegen Mittag waren wir in Görlitz, erstmal gab es ein Eis für unsere Leipziger Zugfahrer. Eine Stunde später kam der Bus an der Kulturinsel an. 

Wir stemmten unser Gepäck in den Transporter und gingen dann queer durch die Insel zu unseren Zelten auf der polnischen Seite. Nur noch über die bunte schwimmende Holzbrücke, dann sahen wir schon die roten spitzen unserer Riesenzelte. Da passen wir alle rein, je zwei Kinder haben eine Koje für sich.

Was... es gibt nur Nudelsuppe?

Wie sollen wir da satt werden???

Unser Betreuer so:"Vielleicht von den Kartoffeln, Gulasch und dem Nachtisch! Die Suppe war nur der erste Gang..."

Nach dem Abendessen versammelten sich schon die ersten Werwölfean den Tischen, wir bauten unseren Damm am Bach neben den Zelten weiter und Ninjas kämpften am Weg um ihre Hände.

Eigendlich waren wir viel zu wach. Ins Bett gehen wir trotzdem... total freiwillig!

Nachts ist es hier wirklich schön still und dunkel. keine Straßenbahn, keine Landstraße um die Ecke, nur wir, große Wiesen voller eifrig zirpender Grillen und über uns ein leicht bewölkter Sternenhimmel.


Dienstag, den 23.07.2019

Es ging wirklich entspannt los... für einige von uns schon um sechs.

Überall zwitschern Vögel und immer mehr kleine Kinder... bis um acht zum Frühstück waren dann fast alle wach.

Ein ganzes Buffet wartete beim Frühstück auf uns! Nicht einfach nur Schnitte mit was drauf. Es gab Salat, Rührei, Eistee, Müsli, Cornflakes rund und eckig, weiß und braun und polnisches Hefegebäck... Lecker!

Damit hatten wir erstmal genug Ausdauer. Einige von uns eindeutig zu viel. Unsere Dammbauer waren gestern und heute morgen so eifrig, das unser Damm den gesamten Bachlauf gefährdete. Daher mussten wir ihn leider wieder abreißen.

"Eine Schlange, eine Schlange!!!" rief einer unserer Bauarbeiter. Klein und rot schlängelte sich etwas auf der Schippe herum. Betreuer Tom nahm sie ? kurz auf die Hand. Es war anscheinend die Larve eines Bachneunauges. Ein wenig hatte er Sorge, das sich das Tier an seine Hand festsaugen könnte. Also schnell zurück mit ihr ins Wasser.

Dann ging es eeeeendlich auf die Kulturinsel! Ein kleiner Weg zurück auf die deutsche Seite, immer schön im Schatten entlang... es ist echt heis heute!

Auf der Insel bilden wir kleine Gruppen und erkunden selbst die verückte Welt der Turiseder. Es geht über die Erde, auf seltsame Holzgerüste, in die Tunneln unter die Erde und irgendwo im Zauberschloss führt eine Rutsche tief in den Keller. Ein ganzes Labyrint aus Gängen führt unter dem Park entlang. Man landet oben auf der Bühne, hinter dem Käsebergwerk, in ein U-Boot oder steht plötzlich direkt am Gitter vor einem neugierigen Büffel.

Kühl und schattig saßen wir zum Mittagessen in der Feuerwasserspelunke. Abkühlen und ausruhen für das große Inselstrategum am Nachmittag.

Beim Strategum kämpfen zwei Mannschaften um fünf Schätze, überall auf der Kulturinsel verteilt. Es gab Hinweise von Bodelmutz und Modelfutz, den zwei Inselgeistern, wo die Schätze versteckt waren. Wir konnten uns die Schätze sogar gegenseitig abjagen und der erste Schatz war so gut versteckt der liegt immernoch irgendwo im Zauberwald.

Nach so einer wilden Schatzsuche war ein wenig Freizeit wieder nett. Bis zum Abendessen kletterten, krochen und rutschten wir auf der Kulturinsel herum.

Einer von uns holte sich eine nasse Hose im Wasser, Betreuerin Lena fuhr extra für ihn mit dem Rad ins Camp, um ihm eine Ersatzhose zu holen.

Nach dem Abendessen ging es auf Trolljagt! Die beiden Inselgeister haben wieder Unsinn getrieben und einer der Beiden geistert als gruseliger Troll durch die Gängeunter dem Zauberschloss! Wir mussten echt einiges anstellen um den vertrollten Inselgeist wieder zurück zu verwandeln! Zum Dank schenkten uns die Inselgeister kleine Edelsteine aus ihrem geheimen Geheimschatz.

Puh... langsam mal auf nach Hause ins Feriencamp. Die Sonne senkt sich langsam, es wird angenehm kühler.

Heute schlafen wir bestimmt gut!


Mittwoch, den 24.07.1019

Uah, das war warm heute!

Also... Wassertag? Geht klar!

Noch bevor sich die ersten Kinderzehen aus dem Bett streckten, kroch der Nebel über die Flussauen und verschwand zusammen mit den ersten wachen Stimmen aus dem Zelten.

Gleich nach dem Frühstück ging es zum Wasser. Fast die Hälfte von uns machte sich auf zur Bootstour, die Anderen zog es ebenfalls zur Neiße. 

Im Boot ging es die romantischen, grünen Neißeauen entlang. Mit uns war der Guide und Rettungsschwimmer von Neißetours, zusammen mit zwei Betreuern dabei. 

Es ging an versunkenen Bäumen vorbei, über schäumende (ganzganzkleine) Stromschnellen, an einem Wehr setzten wir die Boote selbst um. Zwischendrin spielten wir etwas Schlauchbootscooter und konnten in einer seichten Stelle gleich mit Schwimmweste ins Wasser.

Zur gleichen Zeit gingen auch unsere Bootslosen Matrosen im Camp gleich um die Ecke an die schattige Badestelle. Ohne Aufsicht darf keiner ins Wasser, die Betreuer haben alles gut im Blick. Die Strömung schaffen wir locker alle und ein paar Meter vor dem Ufer ist die breite Sandbank, auf der wir bald alle herumtoben. 

Mit Rettungsbetreuer Tom dürfen wir auch über die Steine an der kleinen Stromschnelle und kämpften mit den Wellen, die über die Steine plätschern. Er kennt die Ecke schon seit Jahren und sagt uns genau wo wir hin können.

Nass und erfrischt... aber ziemlich hungrig gingen wir alle zum Mittag. Für die Bootsfahrer gab es Gegrilltes an der Endstation von Neißetours, für die Landmatrosen Nudeln mit Inselsoße in der kühlen Feuerwasserspelunke. Wenn wir schon mal da waren wollten wir auch eine Stunde durch die Gänge und Burgen der Kulturinsel klettern. Aber dann war es uns zu warm und wir wollten endlich wieder ins Wasser!!

Im Camp fanden wir uns alle wieder zusammen. Die Melonenstücke verdampften in Sekunden, neues Wasser wurde in die Flaschen getankt und dann ab in die Neiße.

Nicht Alle von uns waren badefreudig, viele entspannten sich gegen die Hitze an den schattigsten Plätzen. Der Rest sprang... mistwirdürfennichtreinspringen... in die Neiße.

Betreuerin Lara übte mit uns Wasserkopfstand auf der Sandbank, Steinklettern... ich will noch nicht raus, mir ist gagagagarnicht kalt!

Abendessen... Hühnchen, geröstetes Kräuterbagette, Eistee, Weißbrot... und irgendwie ist auch ein Glas Nutella auf dem Buffet gelandet?! Egal mfoll mecker!

Wir hatten doch Wassertag! Aber jetzt wollen wir was Warmes. Seit dem Nachmittag heizen wir die riesigen Kessel im Camp an. Drei große Kessel sind für uns,diese sind von erfrischend lauwarm bis schöne warme Badewanne. Stefan füllte inzwischen seine Wasserkanone, neben den entspannten Kochkindern tobte bald die Wasserschlacht. Hey... heute muss jedenfalls keiner mehr duschen.

Heute werden wir auf jeden Fall ruhig schlafen. Vieleicht träumen wir von platschernden Wellen,einer Schlauchbootscooter-arena, kleinen Krebsen unter den Flusssteinen und noch mehr Melone.


Donnerstag, den 25.07.2019

Wir schlafen hier echt gut!

Den ganzen Tag unterwegs und abends fallen alle schön müde ins Bett. Aber dann zum Frühstück wieder aaaauuufstehen... Wir begannen den Tag ganz gemütlich am Frühstücksbuffet.

Schon früh war es warm, gut das unsere Bogenschießanlage, die erste Stunde im Schatten lag. Betreuer Tom gab uns eine Einweisung und half uns beim Hinstellen und den ersten Schüssen. Danach waren wir schon voll die Profis! So richtig um die Wette, mit Punkten wollten wir nicht alle antreten. einfach so ein wenig üben war auch spaßig. An einer Zielscheibe kämpften Ameisen mit jedem Pfeil. Manchmal trafen wir gleich dreimal in die Mitte und beim Weitschießen aus 30m Entfernung traf einer von uns fast die Scheibe...und eine Zaunlatte oben am Hang.

Auf zum Mittag! Aber schön im Schatten lang... es war wieder echt waarrm! Nudelauflauf zur Stärkung, dann ab in die Irrgänge auf der Kulturinsel.

Danach schnell zum Baden in die Neiße. Die Betreuer/Bademeister sind wieder alle mit, wir schwimmen auch mal quer über den Fluss. Es geht wieder über Stock und Stein, ein paar von uns fangen sogar Fische mit der Hand!

Eine kleine Pause zum Aufwärmen an der Sonne, erst dann dürfen wir wieder ins Wasser. So ein Fluss ist schon etwas frisch.

Wir wollen noch nicht raus! Kann das Abendessen nicht zu unserer Badestelle kommen? Naja... was essen wollen wir auf jeden Fall. Und die Trinkflaschen müssen auch aufgefüllt werden.

Im Camp steht wieder ein großer Kessel bereit. Diesmal kühl ohne Kochfeuer darunter. Viele von uns springen nach dem Abendessen tapfer hinein.

Zum Abendessen plötzlich eine Rauchwolke am Horizont. Feuer! Sollten wir evakuieren??? Aufgeregt stehen wir an der Hangkante zum Büffelgehegeund schauen den schwarzen Rauch an. Ein paar Polen kommen sogar mit dem Auto vorbei, um nachzusehen ob alles in Ordnung ist, und sagen uns Bescheid was los ist. Es brennt wirklich... gottseidank hinter dem Dorf hinter dem Dorf hinter unserem Camp, ganze 3 Kilometer und ein paar Flussschleifen von uns weg.

Zumindest die Büffel sind entspannt und kommen neugierig zum Zaun, um nachzusehen, was die kleinen Zweibeiner dort machen. Wir können sie sogar streicheln! 

Heute morgen vor dem Bogenschie?en konnten wir kleine wollige Hausschweinchen streicheln. Die gewaltigen Büffel und Kühe hier vor uns sind schon ein paar Nummern größer! 

Nachtwanderung!

Bald geht es los und wir sind echt aufgeregt. Viele toben mit Wasserpistolen über das Gelände, für den Späthunger gibt es Knüppelbrotund zum einstimmen erzählen wir uns Gruselgeschichten im Zelt.

Was es war gar nicht so gruselig? Aber spannend und lustig. Wir hatten schließlich auch viele kleine Kinder dabei. Und es ist hier richtig finster in der Nacht. Drei von unseren Jungs haben alles mit Betreuer Stefan vorbereitet und sich so richtig Mühe gegeben. Wir hatten uns Masken aus der Kulturinsel ausgeliehen, auch der verzauberte Troll aus dem Zauberschloss spukte mit uns herum. 

Bis spät in die Nacht saßen noch ein paar von uns am Lagerfeuer. Nachtwanderung macht hungrig und es ist noch Knüppelbrotteig da!


Freitag, den 26.07.2019

Heute hieß es zeitig aufstehen. Nach einem stärkenden Frühstück packten wir unsere Koffer und wanderten hinunter zum Neißeufer. Das Gepäck wurde uns hinterher gebracht. Wir entdeckten zum letzten Mal die Kulturinsel, tauschten Telefonnummern aus und nahmen dann von einander Abschied. Unsere Zugankömmlinge machten als erstes los. Andere wurden von ihren Eltern abgeholt.

Wir vermissen Euch schon jetzt ganz dolle!

Euer Betreuerteam