Ferienlager 2019
... für Alle von 7 bis 15 Jahren

Tagebuch Ferienlager Kulturinsel Einsiedel

Montag, den 08.07.2019

Alle Camper kamen trotz einer etwas frischen und windigen Anreise sehr gut im Camp an.
Von der Neißebrücke waren es nur 10 Schritte und wir erreichten Polen! Der Chef selbst fuhr unser Gepäck bis zum Lager auf die andere Seite.

Uns erwarteten die großen, bunten Planenzelte aus Holz und Leinen, große Schlafkojen für jeden von uns.
Koffer auspacken, Schlafsack raus....und wo bleibt das Mittagessen?
Was.... Nudelsuppe? Wir haben HUNGER!
Oh... das war nur die Vorspeise.
Schnitzel, Dillkartoffeln, Salat und Eistee gibt es dazu.


Nachmittag ging es vorbei an der örtlichen Quelle, hin zum Ziegenlabyrinth.
Ein seltsamer Hexenwald mit verworrenen Wegen, einer gruseligen Heuhölle und Geheimräumen unter Falltüren.

Zurück im Camp kämpften bald Sumoringer um den Sieg, Gerüchte von Werwölfen gingen herum und ein kleiner Waschbär übte Klettern in den Bäumen neben den Duschen.

Das Abendbuffet wurde schnell aufgefuttert, schließlich wollten die Werwölfe auf Jagd nach schmackhaften Dorfbewohnern und ahnungslose Kräuterhexen gehen.

Jetzt ist es schon nach 21:00, wir wollen alle gar nicht schlafen. Also hören wir Hörspiele und schwatzen ein wenig. Aber nicht zu laut!                                                                                                                                     Um zehn geht es für alle ins Bett. Mal sehen, was wir morgen so alles anstellen!


Dienstag, den 09.07.2019

Ach, haben wir gut geschlafen.
Eigentlich sollten wir bis um sieben gaanz still sein.
Also wirklich, wer steht in den Ferien so früh auf?
Nach dem Frühstück starteten wir gemütlich zur Kulturinsel.
Über die schwimmende Brücke zurück auf die deutsche Seite, in Richtung der Welt der verrückten Holzbauer.

Vor Ort erwarteten uns Klettergerüste, Tunnel unter der Erde und zwischen den Bäumen, schiefe Baumhäuser und ein verschmuster Papagei... Zusammen mit Hühnern, vierhörnigen Ziegen, Eseln und Kühen.
Irgendwo schwirrten bestimmt auch unsichtbare Inselgeister durch die Büsche.
Bis zum Mittag erkundeten wir ein wenig diese geheimnisvolle Welt der Turiseder.

Nach dem Mittag wurde es strategisch!
Beim großen Inselstrategum eroberten, kämpften, spionieren und bestahlen sich zwei Mannschaften gegenseitig fünf Schätze, versteckt nach vagen Hinweisen, quer über die ganze Kulturinsel.
Bei den Ziegen, vergraben im Sandmeer, hoch in den Bäumen über den Kochkesseln und hinter dem Hühnerstall lagen die Hinweise versteckt. Am Ende gab es für jeden von uns ein Stück aus der Schatzkiste.

Bis zum Abendessen verschwanden wir wieder in Baumpfaden und verknoteten Tunneln.
Nachdem wir alle selbst gegrillte Würstchen vertilgt hatten, wurde es ein wenig gruselig.
Wir mussten einen grimmigen, verzauberten Troll in einen lieben Inselgeist verwandeln.
Dazu ging es hoch und hinunter in den finsteren Keller vom Zauberschloss.
Die ganze Magie dauerte recht lange, dahingehend schlichen wir uns -so leise frisch trollbesiegende Kinder eben sein können-, zurück ins Camp.

Obwohl schon Nachtruhe war, ging es noch ab unter die Dusche und an die Zahnbürsten.
Endlich im Schlafsack, kreisen über unserem Zelt kleine Fledermäuse, Käuzchen pfeifen aus dem Wald und irgendwo auf der anderen Flusseite bellt ein sehr heiserer Fuchs.

Mittwoch, den 10.07.2019

Unseren Betreuern wird es langsam ein wenig unheimlich mit uns.
Wir sind ein bisschen zu lieb! Also... ähm... meistens.
Ausschlafen bis um 11 wäre auch mal wieder schön.
Aber ganz viele von uns wollten heute zur Bootstour und vorher brauchten wir alle eine Stärkung für den Start in den Tag.

Um Zehn stiegen 28 von uns, zusammen mit drei Betreuern und einem Guide der Neissetours in die Boote.
Es ging gemütlich die Biegungen des Flusses entlang, vorbei an Sandbänken und kahl-gewaschenen Bäumen.
Wir setzten an Wehren unsere Boote um, kämpften auch mal mit dem Gegenwind.
Es ging sogar über ein paar Stromschnellen und wir wurden etwas durchgerüttelt.
An der Anlegestelle von Neissetours gab es dann Leckeres vom Grill und Limonade für die hungrigen Bootsfahrer.

In der Zwischenzeit entspannten sich die übrigen Kinder im Camp.
Viele davon fahren nächste Woche mit den Booten und wollten einfach nur „chillen".
Entspannen beim Ausmalen oder doch ganz aktiv beim Fußball auf dem Huckelrasen.


Erst zum Mittagessen ging es entspannt auf die Kulturinsel.
Selbstgemachter Eistee, leckere Nudeln, verschiedene Soßen und Käse, da wurde jeder satt.
Nach dem Mittag erkundeten wir wieder ausgiebig Gänge und Burgen.
Seit unserer Trolljagd gestern Abend kannten wir die steile Rutsche bis in den Keller.

Fast immer scheint die Sonne, aber es könnte etwas wärmer sein.
Deshalb warfen wir daheim im Lager alle fünf rieeesigen Kinderkoch ähm.... Badekessel! an.


Fünf riesengroße Badewannen, holzbefeuert, nur für uns.Zur Abendruhe jagen vielleicht wieder frisch gebadete Werwölfe und Ninjas im Gelände.     Wir wollen auch unser Hörspiel zu Ende hören.
Um zehn werden wir wieder schlafen.
Oder so tun.
Mal sehen, ob wir diesmal länger wach bleiben können als....... zzzzzZzZZzZZZZZ.

Donnerstag, den 11.07.2019

Aufstehen!
Aufstehen!
EHHH, wir wollen noch schlafen....
Es gibt Frühstück!
NNNaaarr guuht.... müde rollen sich alle aus den Federn.

Eigentlich waren wir gestern Abend früh im Bett. -Also früher als die Nacht davor.
Aber wir toben ja auch den ganzen Tag und heute besonders viel.
Konzentriert ging es nach dem Frühstück zum Bogenschießen.
Hm... ist jetzt nicht so spannend wie ooooh mein Gott, ich hab die Mitte getroffen!
Hast Du das gesehen!
Es ging also länger, als gedacht, schnell auf die Kulturinsel zum Mittag.

Die Feuerwasserspelunke ist schattig und kühl, genau richtig an einem warmen Tag.
Wir schmiedeten beim Nudelauflauf, Eistee und Früchtequark Pläne für die nächste Aktion:
Beim Sixantlhon, den sechs Inseldisziplinen, traten wir als acht Mannschaften gegeneinander an. Schwarze Gangster, Powergirl, King Primus und schwarze Tiger traten gegeneinander an.
Wir erkletterten glatte Wände, fuhren mit langen Ski durch den Sand, stapelten und balancierten über Holzklötze, wendeten den Boden unter unseren Füßen und würfelten uns mit einem halb-meter-großen Würfel zum Sieg.
Neben Ruhm, Ehre und endloser Selbstbelobigung gab es für uns alle ein Eis.

Sonne und viel Bewegung?
Fehlt nur noch das Baden, oder?
Die Neiße ist kalt und fließt gemütlich.
Wir stehen auf Sandbänken, trauen uns auch bis auf die andere Seite.
Unser Rettungsschwimmer hat nichts zu meckern, auch wenn er die ganze Zeit ganz genau hinschaut.
So viel kaltes Wasser... schnell abtrocknen und auf zum Abendessen. Hungrig vertilgten wir das leckere Buffet.
Dann ging es erst richtig los!

Werwölfe und verkleidete Jungs sprangen über die Wiese, zehn Kinder stellten gemeinsam einen Sprungrekord am 10m-Seil an, aus Wahrheit oder Pflicht wurde erst eine Schminkorgie und danach eine Wasserschlacht.
Um neun mussten wir in den Zelten sein.... echt schwer, nach so viel Aufregung zur Ruhe zu kommen!
Auch da wir aufgeregt und voller Vorfreude auf die bevorstehende Nachtwanderung warten.


Freitag, den 13.07.2019

Heut war der große Abreisetag.
Wirlück brachte uns die kunterbunte Chuchuibahn bis an die Grenze.
In der Feuerwasserspielunke gab es leckere Quark Knödel mit Apfelmus.
Beim Abschied der Bahnkinder wurden wir traurig und doch die letzte Stunde auf der Insel weckte bei Jenen, die geholt wurden die Vorfreude auf ihr Zuhause.

Nachdem nun alle verabschiedet wurden, gewannen wir 6 neue Freunde dazu. Sie lebten sich schnell und gut ein und bekämpften mit uns Werwölfe und Ninjas.

In den Abendstunden fragten wir sie am Lagerfeuer aus und knüppelten noch etwas Brot auf dem Feuer.

Zum Einschlafen gab es heut ein Hörbuch und schnell war man ins Traumland geschlummert.


Samstag, den 13.07.2019

Besondere Tage fordern besondere, extravagante Berichterstattung

Früh am Morgen aus den Federn voller Glück,
vertilgten alle Camper ihr leckeres Frühstück

Zum Mittag gab es ein Lunchpaket,
so war es für keinen zu spät.

12.00 fuhr uns der Bus nach Görlitz in den Zoo
darüber waren Camper und Betreuer froh.

Pünktlich 13.00 gingen wir durch des Zoos Pforte,                                                                                                     viele verschiedene Kuscheltiere gab es an dem Orte.

Dort gab es ganz viel zu entdecken,
mussten nicht groß die Köpfe recken.

Im Anschluss ging es auf Shoppingtour,                                                                                                                         wir kauften uns Leckereien nur.

Um 8 gab es Brötchen und Spiegelei,
Heut war es mal keine Sauerei.

Im Jungszelt gab es einen Discoabend,                                                                                                                           die Mädels saßen bei sich malend.


Sonntag, den 14.07.2019

Heut morgen gab es zum üblichen Buffet,
ein paar Sandwiches und lecker Tee.

Dann ging es auf die Insel geschwind,
dabei sahen wir das ein oder andere Rind.

Nach etwas Spaß und Spiel
gab es Tortellini viel.

Heut aßen wir im Baumstammlokal,
das war für niemand eine Qual.

Nun mussten wir schnell zum Westportal,
das war ganz schön anstrengend nach dem großen Mahl.

Von dort aus fuhren wir ins Luftfahrt Museum,
bei Flugzeugen und Schleudersitz ging die Zeit schnell um.

Mit Betreuer Stefan flögen wir durch die Luft,
die Freizeit auf Einsiedel ist ganz schnell verpufft.

Mit Papagei Coco machten wir Schabernack
und haben zusammen viel gelacht.


Montag, der 15.07.2019

Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr kamen die Neuankömmlinge an. Mit strahlenden Augen begutachteten sie das Camp und konnten kurz darauf ihre gemütlichen Betten beziehen.

Im Ziegenlabyrinth pirschten sich die Camper an die Tiere heran, beobachteten und streichelten diese. Aufgeweckt jagten alle durch das verwirrende Labyrinth.

Nach einem stärkenden Mittagessen, aus saftigem Schnitzel und leckeren Kartoffeln bestehend machten sich die Camper auf den Weg in den Hexenwald.

In diesem gab es viel zu entdecken. Mutig streiften die Abenteurer durch verzweigte Wege, entdeckten gruselige Häuser, erkundeten ein verrücktes Haus, in welchem alles auf dem Kopf stand und durchforsteten die unterirdischen Tunnel eines weiteren Hauses.In diesem verwunschenen Wald war alles möglich, sogar die Sichtung einiger Kängurus.

Der aufregende Tag klang mit einem leckeren Abendbrotbuffet und anschließenden Spielen aus.
22.00 Uhr erklang das Signal zur Nachtruhe und die Camper trotteten müde in ihre gemütlichen Unterkünfte.